Der Verkehr ist in der Schweiz der grösste Klimasünder. Während in allen anderen Bereichen die Klimabelastung sinkt, bleibt sie beim Verkehr auf dem Stand von 1990. Der Handlungsbedarf ist entsprechend gross und unnötiger Verkehr muss vermieden werden. Zu viele Strassen zerschneiden heute Landschaften und asphaltierte (Park-)Plätze heizen die Städte auf. Die Digitalisierung hilft uns dabei, den Verkehr zu vermindern – etwa durch Homeoffice oder die Vereinfachung von geteilten Mobilitätsangeboten. Der verbleibende Individualverkehr sowie der Gütertransport müssen intelligent und umweltfreundlich abgewickelt werden. Das gelingt in erster Linie durch eine entschlossene Verlagerungspolitik auf effizientere und platzsparendere Verkehrsmittel. Es ist unsinnig, wenn zu Spitzenzeiten eine Person allein im Auto unterwegs ist oder wenn jeder Kurierdienst mit dem eigenen Lastwagen durch die Quartiere fährt. Ebenso unsinnig ist es, die kurzen Strecken in Europa mit dem Flugzeug zurückzulegen.

In Bülach fordern wir:

In Bülach ist dem Wunsch der Bevölkerung nach Einführung von Tempo 30 schnell nachzukommen. Aktuell steht die Verwaltung auf der Bremse. Diese muss gelöst werden. Wir wollen keine konzeptionellen Papiertiger, wir wollen Tempo-30-Zeichen auf unseren Strassen, damit unsere Kinder sich sicher in den Quartieren und auf dem Schulweg bewegen können. Das Gesamtverkehrskonzept ist zügig umzusetzen. Die kurzfristigen Massnahmen sollten schon lange realisiert sein.

Fussänger:innen und Velofahrende sind prioritär zu fördern, denn sie brauchen am wenigsten Verkehrsfläche und tragen positiv zur Volksgesundheit bei. In Bülach, wie anderswo, gäbe es weniger Autoverkehr, wenn die Velowege und Fussverbindungen attraktiver wären. Das muss nach Auffassung der GRÜNEN ein Hauptziel der städtischen Verkehrspolitik sein.