Damaris Hohler fordert den Stadtrat auf die Einführung eines Jugendparlaments zu prüfen. Aus der Begründung: „Wie diverse politikwissenschaftliche Studien belegen, haben viele Gemeinden zunehmend Mühe, genügend politisches Personal zu finden. Besonders an jungen Leuten mangelt es – wie wir es ja auch in unserem Parlament oder den Parteien beobachten können. Doch nicht nur vom passiven, sondern auch vom aktiven Wahlrecht scheinen junge Leute wenig Gebrauch zu machen. So betrug die Wahlbeteiligung der 18- bis 29-Jährigen bei den letztjährigen Bülacher Wahlen lediglich 14.8 % – ein sehr tiefer Wert! Umso wichtiger erscheint es darum, dass Jugendliche stärker in die Politik eingebunden werden, gerade auch in die Lokalpolitik, und ihre Freude an politischer Partizipation geweckt wird. Schliesslich politisieren wir für die Zukunft und gerade die Jungen sollen die Möglichkeit haben, ihre Visionen und Ideen einzubringen.“

In der Antwort spricht sich der Stadtrat für niederschwellige Angebote zur politischen Partizipation der Jugendlichen aus. Weil für ein Jugendparlament Struktur, Organisation, Begleitung, Beratung, finanzielle Mittel und die Zusammenarbeit verschiedener Stellen, wie z.B. Jugendarbeit, Schule, Behörden und Verwaltung erforderlich sind, schlägt er jedoch stattdessen die Eiführung eines Jugendvorstosses vor.

(Nachtrag: Der Jugendvorstoss ist inzwischen in der Gemeindeordnung der Stadt Bülach eingeführt).

2019 03 18 Postulat D. Hohler betr. Jugendparlament

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