Bei schönstem Sommerwetter trafen sich letzten Freitag zahlreiche Interessierte beim Vita-Parcours in Affoltern zum öffentlichen Waldspaziergang der Grünen Stadt Affoltern. Fachkundig geführt wurden die Teilnehmenden von Förster Ueli Müller, der seit über zwei Jahrzehnten für die Wälder von Affoltern verantwortlich ist.

Mit grosser Kompetenz und Begeisterung erklärte Müller die vielfältigen Funktionen des Waldes: als Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen, als «Klimaanlage» für Mensch und Natur sowie als wertvollen Erholungsraum. Sein enormes Know-how und seine anschaulichen Erzählungen fesselten die Zuhörerinnen und Zuhörer, die unterwegs viele Fragen stellten und rege mitdiskutierten.

Besonders eindrücklich war der Rückblick auf den Orkan «Lothar», der am 26. Dezember 1999 verheerende Schäden anrichtete. Heute, rund 25 Jahre später, sind die Wunden verheilt. Aus der Katastrophe wurden Lehren gezogen: Die einseitigen Fichtenbestände wurden reduziert, dafür vermehrt Laubbäume wie Eichen, Kirschbäume und Spitzahorn gepflanzt. Das Ergebnis: mehr Artenvielfalt, höhere ökologische Qualität und eine grössere Sturmresistenz der Wälder. Müller machte deutlich, dass eine vielfältige Baumstruktur nicht nur die Natur bereichert, sondern auch die Stabilität des Waldes langfristig sichert.

Nach dem rund einstündigen Spaziergang liessen die Teilnehmenden den Abend beim gemütlichen Grillplausch ausklingen – mit anregenden Gesprächen und Diskussionen über Natur, Klimawandel und die Zukunft unserer Wälder. Viele nahmen dabei wertvolle neue Einsichten und einen noch grösseren Bezug zum eigenen Lebensraum mit nach Hause.

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