Stadtklima-Initiative für Wädenswil
Mehr Bäume für ein besseres Stadtklima – mehr Schatten, mehr Frische, mehr saubere Luft, mehr gemütliche Aufenthaltsorte.
Was im Sommer 2025 mit einer Petition für Bäume an der Oberdorfstrasse begann, wird im Januar 2026 zur Volksinitiative.
Wir bleiben dran! Unterschriftsbogen hier herunterladen.
Jetzt unterschreiben! Hier Unterschriftenbogen herunterladen
Schatten, Abkühlung, saubere Luft
Schutz bei Hitzeperioden und Starkregen
Schattenspendende Bäume, Wiesen, entsiegelt-begrünte Flächen in urbanen Wärmeinseln schaffen spürbare Abkühlung und saubere Luft.
Wiesen und Bäume schützen bei Hitzeperioden und Starkregen vor negativen Folgen. Regenwasser versickert im Boden, statt in der Kanalisation zu verschwinden. Unter einem Baum ist es bei Sommerhitze rund 20 Grad kühler allein durch Verdunstung über die Blätter. Das ist relevant, weil es Orte draussen schafft für jene, denen die Hitze besonders zu schaffen macht: Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen.
Unterstützung auch für Private
Bei Annahme der Initiative wird die Stadt verpflichtet, Privatpersonen bei der Erhaltung des Baumbestandes sowie bei der Entsiegelung und Begrünung von Aussenbereichen mit Beratung und Unterstützung zur Seite zu stehen.
Systematische Prüfung bei Strassenbau- und Hochbauprojekten
Mit Annahme der Initiative verpflichtet sich die Stadt, bei allen Strassenbau und Hochbauprojekten systematisch zu prüfen, wo neue Grün und Begegnungsflächen entstehen können.
So entstehen im Zentrum und in den Quartieren neue Erholungsräume. Davon profitieren auch Gastronomie und Gewerbe.
Mit der Stadtklima-Initiative setzen wir uns für eine Stadt ein, die auch in Zukunft lebenswert bleibt. Mehr Grünflächen bedeuten kühlere Temperaturen, bessere Luftqualität und wertvolle Erholungsräume für die Bevölkerung
sagt Samuel Wehrli, Mitglied des Initiativkomitees und Gemeinderat der Grünen Partei Wädenswil.
Wädi zieht mit den grossen mit
Wädenswil ist die vierzehnte Stadt, die eine Stadtklima-Initiative ins Leben ruft, und zieht mit den Grossen mit, wie Zürich, Winterthur, Biel, Genf, Chur, St. Gallen, Aarau und weiteren. Diese Städte bekennen sich dazu, dass es zu heiss ist und dass es mit einfachen Mitteln kühler sein könnte.
Geoportal des Kantons Zürich zeigt, wo es viel zu heiss ist
Hitzeinseln in Wädenswil und grosser Handlungsbedarf: Gut sichtbar, Hafen, Bahnhof, und die Oberdorfstasse
Dunkelrot: mit grossem Handlungsbedarf

Geoportal Kanton Zürich Gis-Browser, Klimamodell 2024 Handlungsbedarf
PS: Ein Plädoyier für Erde, Wasser und Schwämme
Begrünte Erde hat Vorteile: 1. Regenwasser versickert ziemlich gleichmässig. 2. Erde speichert das Wasser wie ein Schwamm. 3. Besonders wenn es heiss ist, kühlen begrünte Erde und Bäume durch Verdunsten die Luft. In der Nähe eines Baumes ist es 15-20 Grad kühler. 4. Begrünte Erde reflektiert weniger Sonnenstrahlung und heizt sich weniger auf als glatte dunkle Flächen (Asphalt, Beton). Es entstehen weniger Hitzeinseln.
Regen macht diese Kühlung erst möglich. Gäbe es ihn nicht, gäbe es kein Leben. Er fällt gratis franko vom Himmel. Ist Grundlage für Leben, auch der Mensch besteht letztlich zu 99% aus Wasser. Also, warum machen wir es uns nicht leichter und schaffen grüne Oasen, in denen es sich auch im Sommer leben lässt.
Die globale Temperatur ist 2023, 2024, 2025 erstmals drei Jahre hintereinander über 1.5 Grad Celsius über das Vorindustrielle Niveau gestiegen. Was mal als maximal tolerierbarer Wert galt. Jetzt ist er überschritten. Und wir sitzen in einer Stadt mit Hitzeinseln. Wie wäre es, daraus einen grünen Schwamm zu machen?
Wir bleiben dran!
Unsere Initiaven. Unsere Vorstösse im Gemeinderat
* Postulat betreffend Baumallee an der Oberdorfstrasse zur Klimaanpassung und Förderung der Schwammstadt-Prinzipien, Juni 2025, abgelehnt im Gemeinderat